Was viele vergessen, was aber Leder erst zu dem macht, was wir alle lieben, ist die regelmäßige Lederpflege. Leder ist bekanntermaßen ein Naturprodukt das in aufwändigen Verfahren zu Möbelleder oder Bekleidungsleder aufbereitet wird. Meist wird auch ein entsprechender Schutz gegen Verschmutzungen oder Witterungseinflüsse auf das Leder aufgebracht.
Leider lässt dieser Schutz aber auch nach bzw. wird durch die Benutzung des Leders von der mehr oder weniger empfindlichen Oberfläche entfernt. Um nun zu vermeiden, dass das Leder rissig oder spröde wird oder gar an stark beanspruchten Stellen bricht, muss das Leder zwischendurch gereinigt und gepflegt werden.
Als Beispiel eines kompletten Pflegevorgangs nehme ich hier einmal meine Motorradbekleidung zu Hilfe. Da ich bereits seit vielen Jahren Motorrad fahre, bin ich (zugegeben etwas old school) noch ein großer Freund des Lederfetts.
Punkt 1: Reinigung der Lederbekleidung
Am Ende der Motorradsaison sind die Jacke aus schwerem Büffelleder und die Lederjeans aus Rindleder meist schon etwas steif und auch weniger wasserfest als zu Beginn der Saison. Als erstes wird das gesamte Ledermaterial auf Beschädigungen abgesucht. Ist soweit alles in Ordnung werden Schmutz und Insektenreste mit einer milder Lederseife oder einem Ledershampoo abgewaschen. Danach werden die Jackenärmel und die Hosenbeine etwas ausgestopft und die Sachen zum Trocknen weggehängt.
Punkt 2: Die Behandlung mit Lederfett
Nachdem Lederhose und Jacke gut getrocknet sind, benutze ich ein gutes Lederfett, z.B. Rapide Ledercrème / Lederfett, ein Produkt zur regelmässigen Pflege von Leder. Es zieht komplett in die Poren ein und hält das Leder geschmeidig. Die Rapide Ledercreme konserviert das Leder und kann für Sättel, Arbeitsschuhe, Lederjacken, Taschen, usw. benutzt werden. Sie ist nur geeignet für Glattleder. Bitte immer erst an einer unauffälligen Stelle ausprobieren. Sind alle Ledersachen gut eingefettet, sollte man dem Lederfett ausreichend Zeit geben um in alle Poren einzudringen.
Nach recht kurzer Zeit wird das ausgetrocknete Leder das Fett mit seinen Pflegestoffen vollständig aufgesogen haben. Nun trage ich das Lederfett nochmal in einer, diesmal dünneren Schicht auf und hänge die Ledersachen zum einziehen lassen weg. Abschließend poliere ich mit einem weichen Tuch die gesamte Oberfläche des Leders noch etwas auf. Jetzt kann die Motorrad Lederbekleidung an einem kühlen, trockenen Ort über den Winter gelagert werden.
Punkt 3: Die kleine Pflege für Zwischendurch
Zu Saisonbeginn wird dann die Lederbekleidung noch einmal mit einem Bienen- und Carnauberwachs enthaltenden Lederwachs sparsam eingerieben und aufpoliert. So gepflegt hält das Leder auch nach Jahren trocken und bleibt immer schön geschmeidig.

